Geburtsbericht Moritz

Am Sonntag, den 24. März um 9.49 Uhr ist bei strahlendem Sonnenschein und bei 30° c in unserem Wohnzimmer ( draussen Schneegestöber ) unser unglaublich süßer, kleiner Moritz geboren.

Ich bin sehr froh, dass wir uns bei Moritz für eine Hausgeburt entschieden haben!

Da wir noch zwei kleine Jungs haben, die zwei und viereinhalb Jahre alt sind, waren es zunächst die logistischen Vorteile, die eine Hausgeburt für uns interessant machten: Wir sind hier in unserer Stadt noch recht neu und haben hier keinerlei Verwandschaft, so dass wir nicht so recht wussten, wen wir – wie es ja manchmal denn sein muss – auch nachts guten Gewissens bestellen könnten, um auf die Kinder aufzupassen, damit mein Mann und ich ins Krankenhaus fahren können. Die Alternativen, nachts zwei kleine Kinder zu wecken, anzuziehen und ins Auto zu verfrachten, damit mein Mann mich ins Krankenhaus fahren kann, oder mir unter Wehen ein Taxi zu bestellen und gleich allein zu fahren, fand ich sehr unattraktiv. Und so dachte ich mir, dass es schön sein müsste, wenn eine Hebamme zu uns kommen könnte und ich gar nicht erst weg müsste.

Das war es auch wirklich! Aber es waren auch noch viel mehr Sachen schön!

- Durch die Vorgespräche und die Vorsorgeuntersuchungen fühlten mein Mann und ich uns sehr gut betreut und beraten, und haben schnell Vertrauen zu Gabriele gefasst.
- Die Geburt dauerte diesmal deutlich länger, als ich es von den anderen beiden Kindern kenne, und es war einfach gut, in diesen Stunden zuhause sein zu können! Durch Gabriele habe ich mich sehr sicher, gut aufgehoben und unterstützt gefühlt und es war für mich sehr schön, dass alles so ganz i Ruhe ablaufen konnte!
- Als die Wehen heftiger wurden, hat Gabriele mir verschiedene Stellungen gezeigt und ich war froh, eine Position gefunden zu haben ( Vierfüßlerstand mit dem Oberkörper aufs Sofa gestützt ), in der ich mich wohl fühlte.Während der Wehen habe ich mich immer in meinem Kopfkissen versteckt, was ich sehr angenehm fand.

Überglücklich war ich schließlich, als Klein-Moritz dann endlich geboren war, gesund, supersüß und alles gut.
Und ich habe mich besonders gefreut, dass ich keinerlei Geburtsverletzung hatte.
Nach der Geburt war es dann herrlich, einfach duschen und mich mit dem Neuankömmling in mein eigenes Bett legen zu können!
Ich hatte dann danke meines Mannes eine herrliche Wochenbettzeit, mit lecker Essen, viel schlafen und Baby anschauen, die ich sehr genossen habe.
Ich muss sagen, dass man Zuhause trotz der Kinder doch viel mehr Ruhe hat, als im Krankenhaus! Das hätte ich vorher nicht gedacht, aber im Krankenhaus geht halt ständig die Tür auf und es kommt jemand rein ( Putzfrau, Krankenschwester, Hebamme, Arzt, Besuch, Bettnachbarin usw. ).

Besonders toll an der Hausgeburt war, dass die Geschwisterkinder in das ganze geschehen mit eingebunden wurden und das neue Baby auch direkt in Empfang nehmen konnten.
Ich hatte mir vorher etwas Sorgen gemacht, wie die Kinder mit der Geburtssituation umgehen könnten, da unser Wohnzimmer direkt neben dem Schlafzimmer liegt und wir ansonsten nur noch die Küche und das Bad haben. Aber ich muss sagen, dass die Kinder ganz natürlich mit der Situation umgehen und soviel, oder wenig am GEschehen teilnehmen, wie es ihnen entspricht.
Meinem älteren Sohn hatte ich vorher erzählt, wie das mit den Wehen ist, und ihm vorgemacht, wie ich atme, um besser mit den Wehen umgehen zu können. Das hat ihn auch sehr interessiert, ich glaube, er wäre auch am liebsten bei der Geburt dabei gewesen ( das hat er auch hinterher gesagt). Der jüngere Sohn hat sich überhaupt nicht blicken lassen.
Als die Kinder aufwachten, waren GAbriele, mein Mann und ich im Wohnzimer, und ich war mit den Wehen beschäftigt. Mein MAnn hat den Kindern dann erst mal Frühstück gemacht und ihnen dann etwas Spielzeug in die Küche geholt. Mein älterer Sohn kam aber immer wieder zu mir ins Wohnzimmer, war einfach bei mir, hat zugeschaut und zwischendurch auch gespielt. Er war ganz entspannt und interessiert. Als die Wehen heftiger wurden, hatte ich ihn dann aber gebeten, zu Papa zu gehen, da ich keine Ablenkung vertragen konnte.
Schließlich fing es auch an, mich etwas nervös zu machen, dass mein Mann ständig gucken gekommen ist, sich dann aber wieder um die Kinder in der Küche kümmern musste. Da es dann auch schon 9:00 Uhr morgens war, hat er die Kinder zu unserer Nachbarin gebracht, die auch drei Kinder hat, mit denen unsere gerne spielen.
Dan kam mein Mann wieder und konnte bei der Geburt ganz dabei sein! das das so geklappt hat, war ganz toll für uns!
Eigentlich hätte ich unsere Kinder auch gerne bei der U1 dabei gehabt, aber so hatten mien Mann und ich dann die ersten zwei Stunden ganz für uns und konnten Moritz in ruhe begrüßen.
Der ältere Bruder hat sich sehr über Moritz gefreut und ihn erstmal bewundert. der jüngere Bruder ist ja noch etwas klein und hat sich eher gewundert, dass jetzt auf einmal ein Baby in unserem Bett lag. Das ist dann auch noch 2-3 Tage so geblieben.
Auf jeden Fall hätte ich mir jetzt gar nicht vorstellen können, 2-3 Tage weggewesen zu sein, denn dann wären es für die Kinder zwei Einschnitte gewesen: erst Mama weg, und dann mit Baby wieder da – und nichts ist mehr wie vorher.
So hat Mama das Baby geboren, was sie zum teil auch mitbekommen haben und sie konnten es von Anfang an beschnuppern.

Für mich war es einfach sehr, sehr schön, die ganze Zeit Zuhause sein zu können!!!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>